Durch die Bestimmung von Mikronährstoffen (Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Aminosäuren, freien Radikalen und vieles mehr) in Blut, Speichel oder Urin lassen sich Mangelzustände aufdecken, das Arterioskleroserisiko abschätzen, entzündliche Veränderungen feststellen und damit verbundene Beschwerden und Erkrankungen therapieren. Auch zur Prävention lässt sich diese Therapieform einsetzen, damit erst gar keine Beschwerden auftreten.
Westliche Naturheilverfahren

Die westliche Pflanzenheilkunde wird seit vielen Jahrhunderten in der westlichen Medizin eingesetzt. Es werden ganze Pflanzen oder Pflanzenteile als Aufguss oder Abkochung eingesetzt, aber auch einzelne Inhaltsstoffe kommen zur Anwendung.
Eingesetzt werden können diese bei verschiedenen Erkrankungen wie z. B. Infekten, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen, Depressionen
Eine VNS-Analyse (Analyse des vegetativen Nervensystems) ist eine schmerzfreie, wissenschaftlich anerkannte Messung zur Beurteilung der Regulationsfähigkeit des Körpers, indem sie die Herzfrequenzvariabilität (HRV) auswertet.
Sie misst das Gleichgewicht zwischen dem Sympathikus (Anspannung) und dem Parasympathikus (Entspannung), indem sie den zeitlichen Abstand zwischen den Herzschlägen aufzeichnet. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die Stressreaktion des Körpers und können zur Prävention, Therapieüberwachung und zur Erkennung von Risiken wie Burnout genutzt werden.
I. Wozu?
In unserem Darm lebt eine Vielzahl von Bakterien, sowohl „Nützlinge“ als auch „Schädlinge“, insgesamt etwa 100 Billionen ( 100 000 000 000 000) !! Dabei handelt es sich normalerweise um ein friedliches Miteinander, wobei ein Teil der Bakterien für einen ungestörten Ablauf des Stoffwechsels und des Immunsystems wichtig sind, z.B. durch die Produktion von Vitamin K, B12, Pantothensäure, Nikotinsäure, kurzkettige Fettsäuren (wichtig für Nährstoffbedarf der Dickdarmzellen, Durchblutung der Darmschleimhaut und Darmmotilität). Eine weitere wichtige Funktion dieser Darmbakterienflora ist die Unterstützung des Immunsystems (IgA-Produktion). Dabei muß man wissen, daß über 50% unserer Immunzellen (Lymphozyten) im bzw. um den Darm herum angeordnet sind und somit eine wichtige Rolle in der Abwehr von Krankheitserregern spielen.
Ziel des Körpers ist es, das Zusammenspiel von Nützlingen und Schädlingen in einer normalen, physiologischen Relation zu halten, damit die schädlichen Bakterien sich nicht übermäßig vermehren und zu Störungen der obengenannten Funktionen führen. Die Folge eines Ungleichgewichtes kann auch die Vermehrung von Pilzen im Darm sein, die normalerweise nur in einer geringen Anzahl vorkommen (Hefe-(Candida-), Schimmelpilze).
II. Störung der Darmflora
Unterschiedliche Einflüsse können das Gleichgewicht der Darmflora stören. Dazu gehören schädigende Umwelteinflüsse, falsche oder einseitige Ernährung, Entzündungen der Darmschleimhaut, übermäßiger Streß, Medikamente (v.a. Antibiotika, Abführmittel, Cortison, Anti-Baby-Pille). Meist kommt es erst durch die Summation mehrerer schädigender Einflüsse zu einer Störung des Gleichgewichtes.
III. Symptome und Indikationen
Symptome bzw. Erkrankungen, die auf eine Störung des Gleichgewichtes im Darm hinweisen:
- Abwehrschwäche, Infektanfälligkeit (chronische Atemwegsinfekte, Harnwegsinfekte)
- Hauterkrankungen (Neurodermitis, Psoriasis, Windeldermatitis, seborrhoisches Ekzem), Akne, Abzesse etc.
- Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten/-allergien, Histaminintoleranz, Leaky-Gut-Syndrom
- Mykosen (Pilzerkrankungen von Haut- und Schleimhäuten)
- Entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), Reizdarm, Durchfall, Verstopfung, Colon irritabile („nervöser Darm“)
Ferner können auch Symptome wie Erschöpfung und Abgeschlagenheit auf eine Fehlbesiedlung im Darm hinweisen.
Auch bei rheumatischen Erkrankungen und Tumorerkrankungen zeigt sich durch eine entsprechende Therapie des Darmes häufig eine Verbesserung des Allgemeinbefindens. Während oder nach Antibiotikagabe kann durch eine entsprechende Therapie dem Auftreten eines Ungleichgewichtes im Darm vorgebeugt werden.
IV. Wie funktioniert die Diagnostik bzw. die Therapie ?
Grundlage für die Therapie ist eine entsprechende Diagnostik. Hierfür wird eine Stuhlprobe in ein Speziallabor eingeschickt. Dort werden die wichtigsten Nützlinge und Schädlinge differenziert, um festzustellen, welche dieser Bakterien vermindert oder vermehrt im Stuhl vorkommen. Bei Hinweisen auf eine Darmpilzerkrankung können auch Hefe- und Schimmelpilze bestimmt werden. Hieraus ergibt sich die entsprechende Empfehlung für die durchzuführende Therapie.
In den meisten Fällen handelt es sich um eine Stufentherapie. Dabei werden 2 der wichtigsten Nützlinge, die im Labor gezüchtet werden, in Form von Tropfen eingenommen. Bei massiven Pilzerkrankungen erfolgt vorab die Gabe eines pilzhemmenden Medikamentes.
Die Stufentherapie wird normalerweise über ca. 4-5 Monate durchgeführt. Um 100 Billionen Darmbakterien beeinflussen zu können, ist ein solch langer Behandlungszeitraum notwendig.
Ergänzend erfolgen diätetische Maßnahmen, je nach Fehlbesiedlung und evtl. die zusätzliche Gabe von Säuerungsbakterien (Lacto- oder Bifidobakterien).
Je nach Schwere der Störung kann zusätzlich aus den körpereigenen Keimen ein Medikament (Autovaccine = Eigenimpfstoff) hergestellt werden. Hierbei wird ähnlich dem Prinzip der Eigenbluttherapie das Immunsystem zusätzlich an einer anderen Stelle des Körpers außerhalb des Darmes angesprochen. Diese kann in Form von Injektionen wie bei einer Impfung erfolgen, oder aber auch in spezieller Zubereitungsform über die Haut eingerieben werden.
Komplexmittelhomöopathie bezeichnet die Anwendung von Mischungen mehrerer homöopathischer Einzelmittel, die harmonisch aufeinander abgestimmt sind. Im Gegensatz zur klassischen Homöopathie, die nach dem Ähnlichkeitsprinzip vorgeht, werden Komplexmittel auf der Grundlage von klinischen Indikationen, also bestimmten Krankheitsbildern, eingesetzt.
Beispiele hierfür sind:
- Erkältungskrankheiten
- nervöse Unruhezustände
- Schwindel
- u.a.
Segmenttherapie
Bei der Neuraltherapie werden lokale Bereiche mit einem Lokalanästhetikum gequaddelt oder infiltriert, um beispielsweise Schmerzen oder Blockaden zu behandeln. Auch Narben, die als Störfeld in Erscheinung treten können, können hiermit behandelt werden.
Eine weitere Variante der Neuraltherapie ist die Funktionelle Neuraltherapie (FNT). Bei der FNT sind an der Körpervorderseite subkutan Punkte definiert, die mit einzelnen inneren Organen „funktionell“ in Verbindung stehen. Bei Erkrankungen dieser Organe sollen auch die jeweils zugeordneten Punkte deutlich druckschmerzhaft und als Knoten tastbar sein. Durch Injektion eines Lokalanästhetikums in diese Punkte soll nicht nur die Übermittlung von Schmerzsignalen aus den funktionell zugeordneten Punkten, sondern auch aus den erkrankten inneren Organen unterbrochen werden. Mittels wiederholter Anwendung soll so der Heilungsprozess initiiert werden.
Bei der Mesotherapie – einer Kombination von Elementen der Akupunktur, Neuraltherapie, Reflexzonen und Homöopathie – werden verschiedene verdünnte Wirkstoffe gespritzt.
Begleitend können bei Tumorerkrankungen oben genannte Verfahren zur Unterstützung eingesetzt werden. Hierdurch kann das Immunsystem unterstützt werden oder die Verträglichkeit von Chemotherapie oder Bestrahlung verbessert werden.
Im Bereich der Nachsorge kann auch mittels Injektionsakupunktur das Immunsystem gestärkt werden.